St. Paulin damals und heute

Der Pauliner Hof, Teil des ehemaligen Klosters St. Paulin, und das angrenzende Dominikaner-Weingut sind seit 2001 im Besitz der Familie Von Nell, die den Hof umbaute und sanierte und im Sommer 2004 neu eröffnete. 2009 pachtete Ali Boussi, der nach seiner Ausbildung zum Koch in mehreren Sterne-Restaurants tätig war, gemeinsam mit Alexander Rinke den Pauliner Hof und gestaltete diesen in ein Restaurant mit viel Ambiente und einer frischen, vielfältigen Karte um.


Die Geschichte des Hofs ist lang und erst seit Napoleon eine weltliche. Ab dem 4. Jahrhundert war das Kloster St. Paulin mit dem Pauliner Hof und dem Weingut in Kirchenbesitz - zunächst unter römischer, dann unter fränkischer Herrschaft. Frankenkönig Dagobert schenkte um 630 das Anwesen dem Kloster St. Paulin in Trier - daher die Namensgebung -, womit es lange zum ältesten Bistum Deutschlands zählte.


Als Napoleon seine Kriegskasse zu füllen hatte, kam es zu einer Versteigerung aller links des Rheins gelegenen Klöster und St. Paulin ging in Privatbesitz über. In der Kapelle finden jedoch bis heute Tauffeiern und Hochzeiten statt.